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Hinweis

Diese Antwort dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine Prüfung des konkreten Einzelfalls. Maßgeblich sind die aktuellen Vorschriften und betrieblichen Bedingungen.

Stand: Juli 2026 Redaktionelle Hinweise
Arbeitsschutz

Was hilft sofort gegen Hitze im Büro

6 Min. Lesezeit · SafeHeroX Wissensdatenbank

Auf einen Blick

Gegen Hitze im Büro helfen kurzfristig vor allem richtiges Lüften, geschlossener Sonnenschutz, reduzierte Wärmequellen, Luftbewegung durch Ventilatoren, ausreichend Getränke und organisatorische Anpassungen. Wichtig ist, zuerst die Ursachen der Wärmebelastung zu verringern, statt nur persönliche Hilfsmittel einzusetzen. Besonders wirksam sind Maßnahmen, die verhindern, dass sich der Raum weiter aufheizt.

Hitze im Büro entsteht oft schleichend. Morgens ist der Raum noch angenehm, doch durch Sonneneinstrahlung, laufende Geräte, schlechte Lüftung und aufgeheizte Gebäudeteile steigt die Temperatur im Tagesverlauf deutlich an. Deshalb sollten Sofortmaßnahmen möglichst früh beginnen.

Eine der wichtigsten Sofortmaßnahmen ist der Sonnenschutz. Jalousien, Rollos, Vorhänge oder außenliegende Verschattungen sollten geschlossen werden, bevor direkte Sonne in den Raum fällt. Ist der Raum erst einmal stark aufgeheizt, lässt sich die Temperatur deutlich schwerer senken.

Auch richtiges Lüften kann kurzfristig helfen. Besonders wirksam ist das Lüften am frühen Morgen, wenn die Außenluft noch kühler ist. Später am Tag sollten Fenster bei großer Hitze nicht dauerhaft offenstehen, wenn dadurch warme Luft in das Büro gelangt.

Wärmequellen sollten sofort reduziert werden. Nicht benötigte Monitore, Drucker, Kopierer, Ladegeräte, Lampen oder andere elektrische Geräte sollten ausgeschaltet werden. In kleinen Büros kann die Summe dieser Wärmequellen deutlich spürbar sein.

Ein Ventilator kann die Raumtemperatur zwar nicht senken, aber das Wärmegefühl verbessern. Durch Luftbewegung verdunstet Schweiß besser auf der Haut, wodurch sich der Arbeitsplatz angenehmer anfühlen kann. Wichtig ist, dass Beschäftigte nicht dauerhaft direkt im Luftstrom sitzen.

Auch die Position des Ventilators ist entscheidend. Häufig ist es besser, Luft im Raum zu bewegen, statt einzelne Personen dauerhaft frontal anzublasen. So lassen sich Zugluft, trockene Augen oder Verspannungen eher vermeiden.

Bei stark aufgeheizten Räumen können mobile Klimageräte helfen. Sie sind jedoch nicht immer sofort sinnvoll, weil sie Abluft nach draußen führen müssen, Energie verbrauchen und Geräusche verursachen können. Ohne passende Abluftlösung bringen viele Geräte nur begrenzten Nutzen.

Kurzfristig können auch organisatorische Maßnahmen helfen. Dazu gehören zusätzliche kurze Pausen, das Verlegen konzentrierter Aufgaben in kühlere Tageszeiten oder der Wechsel in weniger aufgeheizte Räume. Wenn möglich, sollten besonders belastende Tätigkeiten nicht in die heißeste Tageszeit gelegt werden.

Beschäftigte sollten regelmäßig trinken. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Wichtig ist, nicht erst bei starkem Durst zu trinken, sondern über den Arbeitstag verteilt immer wieder kleinere Mengen aufzunehmen.

Sehr kalte Getränke sind nicht immer ideal. Sie können zwar kurzfristig angenehm wirken, belasten den Körper aber unter Umständen zusätzlich. Besser sind kühle oder zimmerwarme Getränke, die regelmäßig aufgenommen werden.

Leichte und atmungsaktive Kleidung kann ebenfalls entlasten, sofern sie zur Tätigkeit, zum Kundenkontakt und zu betrieblichen Vorgaben passt. In vielen Büros kann eine gelockerte Kleiderordnung bei Sommerhitze sinnvoll sein.

Auch kleine Verhaltensänderungen können helfen. Beschäftigte sollten direkte Sonneneinstrahlung meiden, unnötige Wege in aufgeheizte Bereiche reduzieren und Pausen möglichst in kühleren Bereichen verbringen.

Wer lange sitzt, spürt Hitze häufig besonders am Rücken und an der Sitzfläche. Stark gepolsterte Bürostühle können Wärmestau begünstigen. Ein Bürostuhl mit Netzrücken kann die Luftzirkulation am Rücken verbessern und das Sitzen bei warmen Temperaturen angenehmer machen.

Ein solcher Stuhl ist jedoch keine Sofortmaßnahme gegen die Raumtemperatur. Er kann den Komfort verbessern, ersetzt aber weder Sonnenschutz noch Lüftung, Ventilator oder organisatorische Maßnahmen.

Besonders wichtig ist es, Beschwerden ernst zu nehmen. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme, starke Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten können Hinweise darauf sein, dass die Wärmebelastung zu hoch ist.

In solchen Fällen sollten Beschäftigte die Führungskraft informieren. Der Arbeitgeber kann nur gezielt reagieren, wenn bekannt ist, welche Räume betroffen sind und ob gesundheitliche Beschwerden auftreten.

Sofortmaßnahmen sollten nicht zufällig erfolgen. Sinnvoll ist eine klare Reihenfolge: erst Sonnenschutz und Lüftung prüfen, dann Wärmequellen reduzieren, Luftbewegung schaffen, Getränke bereitstellen und bei Bedarf organisatorische Anpassungen vornehmen.

Langfristig sollten Betriebe aus wiederkehrender Hitze lernen. Wenn ein Büro regelmäßig stark aufheizt, reichen spontane Maßnahmen oft nicht aus. Dann sollten dauerhafte Lösungen wie besserer Sonnenschutz, technische Lüftung, Raumwechsel oder ein Sommerkonzept geprüft werden.

Praxis-Tipp:
Beginnen Sie bei Hitze im Büro nicht erst am Nachmittag mit Gegenmaßnahmen. Schließen Sie den Sonnenschutz frühzeitig, lüften Sie morgens, schalten Sie unnötige Geräte aus und sorgen Sie rechtzeitig für Luftbewegung und Getränke.

Was ist die schnellste Maßnahme gegen Hitze im Büro?

Die schnellste Maßnahme ist meist eine Kombination aus Sonnenschutz schließen, frühzeitig lüften, Wärmequellen ausschalten und Luftbewegung schaffen. Ein Ventilator kann sofort für ein angenehmeres Wärmegefühl sorgen, senkt aber nicht die Raumtemperatur.

Sollte man bei Hitze im Büro die Fenster öffnen?

Das hängt von der Außentemperatur ab. Morgens kann Lüften sehr sinnvoll sein, wenn die Außenluft kühler ist. Tagsüber sollten Fenster bei starker Hitze eher geschlossen bleiben, wenn dadurch nur warme Luft in den Raum gelangt.

Hilft ein Ventilator sofort gegen Hitze?

Ein Ventilator hilft sofort beim Wärmeempfinden, weil er Luft bewegt. Die tatsächliche Raumtemperatur sinkt dadurch aber nicht. Er sollte so eingesetzt werden, dass niemand dauerhaft direkt im Luftstrom sitzt.

Welche Geräte sollte man bei Hitze ausschalten?

Nicht benötigte Monitore, Drucker, Kopierer, Ladegeräte, Lampen und andere elektrische Geräte sollten ausgeschaltet werden. Besonders in kleinen Büros kann dadurch die zusätzliche Wärmebelastung verringert werden.

Was kann man selbst gegen Hitze im Büro tun?

Beschäftigte können regelmäßig trinken, direkte Sonne meiden, leichte Kleidung tragen, kurze Pausen in kühleren Bereichen nutzen und frühzeitig melden, wenn die Hitze zu Beschwerden führt. Die grundlegenden Schutzmaßnahmen muss jedoch der Arbeitgeber organisieren.

Welche Vorschriften sind maßgeblich?

Die wichtigsten Grundlagen ergeben sich insbesondere aus der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), der ASR A3.5 – Raumtemperatur, der ASR A3.6 – Lüftung, dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sowie ergänzenden Informationen von BAuA und DGUV.

Ergänzende Fachinformationen bieten insbesondere:

ASR A3.5 – Raumtemperatur
https://www.baua.de/

ASR A3.6 – Lüftung
https://www.baua.de/

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)
https://www.gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004/

BAuA – Hohe Raumtemperaturen in Arbeitsstätten
https://www.baua.de/

DGUV – Maßnahmen gegen Hitze im Betrieb
https://aug.dguv.de/gesundheitsschutz/sommer-hitze-im-buero/

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